Lahmheit beim Pferd

 

Stützbeinlahmheit 

Bei einer Stützbeinlahmheit hat das Pferd Schmerzen bei Belastung des Beines. Wenn der Befund in der Vorhand besteht, senkt das Pferd den Kopf bei Belastung des gesunden Beins und hebt den Kopf bei Belastung des kranken Beins. Wenn der Befund in der Hinterhand besteht, senkt sich die Kruppe des gesunden Beins vermehrt. Oft ist bei einer Stützbeinlahmheit der untere Bereich des Beins betroffen.

Hangbeinlahmheit

Bei einer Hangbeinlahmheit hat das Pferd Schmerzen beim nach vorne führen des erkrankten Beines, somit wird das Bein verkürzt vorgesetzt. Besteht der Befund in der Vorhand, kommt es wie bei der Stützbeinlahmheit, zu einem Nicken des Kopfes und bei einem Befund in der Hinterhand zum Absenken der Kruppe. Oftmals ist die Lahmheit besser auf weichem Boden zu sehen und kann auf Probleme mit der Beugesehne, dem Muskel oder dem Schleimbeutel im oberen Bereich des Beins zurückzuführen sein. 

Es kommt auch oft zur gemischten Lahmheit, dies kann eine Überlastungslahmheit, durch intensives Training oder z.B. Hufrehe sein. Hier wird das gesunde Bein mehr belastet = überlastet.

Meist kommt es auch zu einem „kurz- lang“ treten oder das Pferd tritt nicht genug unter. Auch sollte man die Dehnfähigkeit der langen Sitzbeinmuskulatur und der Faszien nicht außer Acht lassen. Fragt euren Therapeuten, ob er euch die richtigen Übungen für euer Pferd zeigen kann. Bitte zieht nicht wild an euren Pferden herum, sonst müsst ihr im Anschluss zu eurem Tierarzt wegen einer Lahmheitsdiagnostik.

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